Neben Beinwell gibt es noch eine grosse Anzahl von anderen Heilpflanzen, die interessante Wirkungen zeigen. Kräuterkurse vermitteln das Wissen über ihre Anwendungsmöglichkeiten. Sie unterscheiden sich aber stark in der Qualität, weil jede und jeder Kräuterkurse anbieten kann und es in diesem Bereich keine Qualitätskontrolle gibt.
Daher ist es wichtig, dass man die Qualität der Kräuterkurse beurteilen kann, wenn man einen solchen Kurs besuchen möchte.
Auf dem Portal Heilpflanzen-Info habe ich einen kurzen Text veröffentlicht, der Kriterien enthält, mit dem man die Spreu vom Weisen trennen kann.
Zu finden ist der Text über folgenden Link:
Kräuterkurse
Dort finden Sie auch einen Link zum aktuellen Kursprogramm (Kräuterkurse, Kräuterwanderungen, Phytotherapie-Ausbildung).
Martin Koradi, Dozent für Pflanzenheilkunde / Phytotherapie
Winterthur Schweiz
Informationen zu Beinwell als Heilpflanze im Bereich Phytotherapie / Pflanzenheilkunde - Wirkung und Anwendungsbereiche.
Informationen zu Beinwell / Wallwurz
Hier finden Sie Informationen und Neuigkeiten zu Beinwell / Wallwurz (Symphytum officinale), einer bedeutenden Heilpflanze in der Phytotherapie / Pflanzenheilkunde.
Mittwoch, 4. September 2013
Montag, 12. August 2013
Beinwell / Wallwurz - Inhaltsstoffe
Zu den Inhaltsstoffen von Beinwell / Wallwurz (Symphytum officinale) schreibt das Arzneipflanzenlexikon der Kooperation Phytopharmaka:
"Beinwellwurzel und Beinwellkraut enthalten Gerbstoffe, Schleimstoffe, Kaffeesäurederivate (u.a. Rosmarinsäure), Allantoin und Pyrrolizidinalkaloide. Da letztere lebertoxisch sind, werden zur Herstellung von Fertigarzneimitteln Pyrrolizidinalkaloid-arme Züchtungen verwendet."
Quelle:
http://www.koop-phyto.org/arzneipflanzenlexikon/beinwell.php
"Beinwellwurzel und Beinwellkraut enthalten Gerbstoffe, Schleimstoffe, Kaffeesäurederivate (u.a. Rosmarinsäure), Allantoin und Pyrrolizidinalkaloide. Da letztere lebertoxisch sind, werden zur Herstellung von Fertigarzneimitteln Pyrrolizidinalkaloid-arme Züchtungen verwendet."
Quelle:
http://www.koop-phyto.org/arzneipflanzenlexikon/beinwell.php
Dienstag, 6. August 2013
Kräuterkurse in der Schweiz: Pflanzenfotos auf Flickr publiziert
Nun gibt es eine grosse Zahl von schönen Pflanzenfotos aus meinen Kräuterkursen auf Flickr zu sehen. Es sind vor allem Bilder von Heilpflanzen, Wildblumen und Alpenblumen, aber auch von Landschaften, Schmetterlingen und anderen Tieren.
Schauen Sie sich die prächtigen Bilder einmal hier an:
Schauen Sie sich die prächtigen Bilder einmal hier an:
http://www.flickr.com/photos/heilpflanzen/
Hier finden Sie im übrigen das aktuelle Kräuterkurs-Programm.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur (Schweiz)
Montag, 5. August 2013
Beinwell / Wallwurz im Garten
Die
Zeitung „Die Welt“ hat vor kurzem einen Abschnitt publiziert über den Anbau von
Beinwell im Garten:
„Beinwell
(Symphytum officinale): Schon der Name verweist auf die wundheilenden Wirkungen
der Pflanze. Beinwellblätter enthalten Allantoin, das die Heilung von Knochen-,
Bänder- und Muskelverletzungen unterstützt. In den Beinwellwurzeln finden sich
Schleimstoffe, die vor allem bei Wunden und Entzündungen im Rachenraum
angezeigt sind. Für den heimischen Garten eignet sich Symphytum peregrinum
("Comfrey"), der auch ein ähnliches Wirkstoffprofil enthält wie der
wilde Symphytum officinale. Die Wurzelstücke werden ohne Sprossen 5 bis 8
Zentimeter tief in den Boden gesteckt, im Abstand von einem Meter. Die beste
Pflanzzeit ist von April bis Mai. Beinwell liebt es gerne etwas schattig und
feucht.“
Quelle:
http://www.welt.de/gesundheit/article118476100/Schmeckt-heilt-und-blueht-huebsch.html
Kommentar
& Ergänzung:
Beinwell
sieht auch schön aus im Garten und ist eine gute Nahrungsquelle für Hummeln. Er
ist gut geeignet für Wildpflanzengärten, verhält sich aber ziemlich
ausbreitungsaktiv.
Beinwell
nur äusserlich anwenden auf intakter Haut, also nicht essen. Die Pflanze
enthält Pyrrolizidinalkaloide, die lebertoxisch wirken können.
Wenn
Sie über die Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten von Beinwell und anderen
Heilpflanzen fundiertes Wissen erwerben möchten, dann schauen Sie sich das
Programm der Kräuterkurse auf Heilpflanzen-Info.ch an.
Martin
Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur
(Schweiz)
Labels:
Allantoin,
Beinwell,
Comfrey,
Entzündungen,
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Wunden
Samstag, 20. Juli 2013
Zur medizinisch anerkannten Anwendung von Beinwell
Über Beinwell (Wallwurz) und seine Wirkungen wird viel geschrieben und erzählt. Da stellt sich die Frage, was davon glaubwürdig ist.
In
der Phytotherapie existieren verschiedene Kommissionen, die Erkenntnismaterial
über Heilpflanzen zusammentragen und bewerten. Daraus entstehen sogenannte
Monografien, in denen anerkannte Wirkungen und Indikationen bestimmter
Heilpflanzen zusammengefasst sind.
Wichtig
sind zum Beispiel die ESCOP-Monografien.
Siehe
dazu: Phytotherapie: Was sind ESCOP-Monografien?
Vorläufer
waren die Monografien der Kommission E.
Siehe
dazu: Phytotherapie - Kommission E, was bedeutet das?
Die
Arbeit dieser Kommissionen stellt eine wichtige Qualitätssicherung dar.
Für
Beinwell beispielsweise lauten anerkannte medizinische Anwendungen:
„ESCOP:
Äußerlich bei Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen, außerdem bei Schmerzen
und Schwellungen der Muskeln und Gelenke, bei Gelenkarthrose,
Sehnenscheidenentzündung und Epikondylentzündungen
Durch klinische Studien
wurden folgende Anwendungsgebiete belegt (Zulassung): Bei schmerzhaften Muskel-
und Gelenkbeschwerden, Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen (nach Abklingen
der akuten Phase) sowie zur lokalen Durchblutungsförderung.
Kommission
E: Äußerlich bei Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen“
Quelle:
http://www.koop-phyto.org/arzneipflanzenlexikon/beinwell.php
Montag, 17. Juni 2013
Pflanzenheilkunde: Beinwell (Symphytum officinale) vorsichtshalber nicht einnehmen
„Heilpflanzen
– die Apotheke aus der Natur“ – unter diesem Titel stellt Radio MDR Thüringen
verschiedene Heilpflanzen auf seiner Website vor.
Zu
den Porträtierten zählt auch der Beinwell (Symphytum officinale):
„Wirksam
sind die Inhaltsstoffe der Wurzel. Beinwell verwendet man bei Beinbrüchen, zur
Wundbehandlung, gegen entzündete Knochen oder eitrige Wunden. Beinwell wächst
sehr gut an einem kühlen, schattigen und feuchten Standort. Sie können alle
Teile der Pflanze essen. Die Blüten haben einen pfeffrigen und bitteren
Geschmack.“
Quelle:
http://www.mdr.de/mdr-thueringen/sendungen/vormittag/heilpflanzen100.html
Sehr
fragwürdig ist der Hinweis, man könne alle Teile der Pflanzen essen. Klar kann
man das. Es fragt sich nur, ob das auch gesund und sinnvoll ist.
Beinwell
enthält Pyrrolizidinalkaloide. Das sind Inhaltsstoffe, die leberschädigend sind
und möglicherweise das Risiko von Krebserkrankungen fördern. Diese toxischen
Wirkungen der Pyrrolizidinalkaloide sind gut belegt durch Untersuchungen an
Tieren sowie durch Vergiftungen in der Tiermedizin. Zwar gibt es keine
eindeutigen Belege, dass der einmalige oder auch gelegentlich wiederholte
Konsum von Beinwell Schäden bewirkt. Doch ist es einfach unsinnig, eine Pflanze mit
erkennbarem Risikopotenzial so ohne Einschränkung zum Konsum zu empfehlen.
Dies
hauptsächlich auch, weil keine sinnvolle Indikation für eine innerliche
Anwendung von Beinwell als Heilpflanze bekannt ist. Bei allen sinnvollen
Indikationen geht es um äusserliche Anwendung auf intakter Haut – zum Beispiel
Gelenkentzündung, Verstauchung, Knochenhautentzündung,
Sehnenscheidenentzündung. Bei diesen Anwendungen ist eine riskante Resorption
von Pyrrolizidinalkaloiden kaum denkbar. Ausserdem werden in Beinwellpräparaten
zunehmend Pyrrolizidinalkaloid-freie Extrakte eingesetzt.
Labels:
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Symphytum officinale,
Verstauchung,
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Wundbehandlung,
Wunden
Beinwell-Sorte ohne giftige Pyrrolizidinalkaloide
Pyrrolizidinalkaloide sind lebertoxische Pflanzeninhaltsstoffe, die unter anderem gefunden wurden in den Heilpflanzen Huflattich, Pestwurz und Beinwell. Dabei stellt sich die Frage, wie man mit diesen Heilpflanzen risikomindernd umgehen kann. Eine gute Möglichkeit dazu ist die Züchtung von Pyrrolizidinalkaloid-freien Pflanzensorten.
An einer Pressekonferenz des Komitees Forschung Naturmedizin berichtete Prof. Maximilian Weigend von einer Pyrrolizidinalkaloid-freien Beinwell-Sorte, die für die Herstellung eines Frischpflanzenextraktes verwendet wird.
Siehe dazu:
An einer Pressekonferenz des Komitees Forschung Naturmedizin berichtete Prof. Maximilian Weigend von einer Pyrrolizidinalkaloid-freien Beinwell-Sorte, die für die Herstellung eines Frischpflanzenextraktes verwendet wird.
Siehe dazu:
Beinwell-Sorte ohne toxische Pyrrolizidinalkaloide.
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